Kostengünstig mehr Sicherheit. Ankumer Grundschulbus sammelt 90 Kinder ein. Übernommen vom Bersenbrücker Kreisblatt.
Kostengünstig mehr Sicherheit. Ankumer Grundschulbus sammelt 110 Kinder ein.

 Ankum. Seitdem Ankum eine neue Grundschule hat,
 gibt es im Ort auch eigens eine Buslinie für Grundschüler. Eine
 runde Sache, finden Gemeinde und Busunternehmen. Mit wenig Aufwand
 steigt die Verkehrssicherheit für viele Schüler erheblich. Seit
 Monatsbeginn müssen Ankums Abc-Schützen nicht mehr in die Schule an
 der Kolpingstraße mitten im Ort, sondern hinauf auf den Kattenboll
 am östlichen Ortsrand. Für die Kinder aus der Holzbachsiedlung im
 Westzipfel Ankums verlängert sich der Schulweg auf mehr zwei Kilometer.
 Damit haben sie Anspruch auf eine Beförderung im Bus, besagen die Regeln.
 Das war der Gemeinde aber zu wenig, als sie ihren Schulwegplan konzipierte.
 Sämtliche Schüler aus den südlichen Wohnvierteln müssen nämlich die belebte
 Bundessstraße 214 überqueren, um zum Kattenboll zu kommen.
 Überquerungsmöglichkeiten sind sehr rar, gerade im Oberdorf, wo die Schule
 liegt. Gemeinde und die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) Nord regten die
 Buslinie 673 an mit sechs Stationen südlich der Bundesstraße.



In einer Verkehrsschau ließen sich Polizei und der Landkreis Osnabrück als Kostenträger überzeugen, dass etwas geschehen muss, um der Sicherheit willen.
Hilfreich war, dass die Kosten so gering ausfallen, dass sie unter die Bagatellgrenze fallen, berichte Willi Nieporte für die VOS. Die lässt den Bus nämlich
einfach im Anschluss an seine reguläre Tour weiterfahren, ein zusätzlicher Bus ist nicht erforderlich. An die 110 Kinder steigen zu. „Und sie machen das sehr gut“,
sagt Bürgermeister Detert Bummer-Bange, als er zusammen mit Nieporte morgens an den Haltestellen nach dem Rechten schaut. Damit beim Aus- und Einsteigen
alles klappt, gibt es kommenden Mittwoch einen „Busschultag“ zum Einüben, fügt Nieporte hinzu. Was beiden auch gefällt: Die 110 Busschüler werden nicht einzeln
mit dem Pkw auf den Kattenboll gebracht und von dort abgeholt. Weniger Fahrten bedeutet auch weniger Unfallgefahr in der kritischen Zone vor der Schule zur
„Hauptstoßzeit“. Die Gemeinde werde im Laufe des Jahres die Haltestellen nach und nach mit wetterfesten Unterständen nachrüsten, kündigt Brummer-Bange an.

Derweil gehen die Dinge auf dem alten Grundschulgelände ihren Gang. Am Donnerstag gibt es eine Vorbesprechung mit den Architekturbüros, die am Wettbewerb
um die Gestaltung des neuen Kindergartens teilnehmen. Der soll auf dem höchsten Plateau des Schulgeländes an der Seite der Schulstraße entstehen. Bis Anfang
April haben sie Zeit, ihre Entwürfe vorzulegen. Eine Kommission sucht den Besten aus, der zur Grundlage für die Bauplanung werden soll. 2017 soll der Kindergarten
in Betrieb gehen. Drunten in der Tal-Lage des alten Schulgrundstücks an einem Hang des Vogelbergs sollen Wohnbauten und Büros entstehen. Mehrere Interessenten
hätten bereits angefragt, berichtet der Bürgermeister. Das Dossier, das die Regeln für Projekte festlegt, sei so gut wie fertig, müsse aber noch vom Verwaltungsausschuss
der Gemeinde abgesegnet werden. Dann werde es den Interessenten zugeschickt. Die hätten bis August Zeit, ihre Pläne zu machen und einzureichen. Der Gemeinderat
entscheidet im Herbst, wer den Zuschlag bekommt, kann das Ganze aber abblasen, falls kein Vorschlag gefällt.

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